Häufige Fragen zu Tai Chi in Deutschland
Geschäftsführer Dr. Langhoff beantwortet hier Fragen, die besonders häufig gestellt werden.
Tai Chi Hamburg
neue Kurse geplant: Qualitätssiegel, Krankenkassen-Erstattung, Probestunden, Lehrer-Ausbildung
Thai Chi
Neue Kurse im Hamburger Westen: Tai Chi Othmarschen
| Ist Tai Chi und Tai Chi Chuan dasselbe? | Ja, im Westen sagt man meist aus Bequemlichkeit nur Tai Chi. Das ist strenggenommen aber "nur" der philosophische Begriff des "Äußersten Prinzips". Genaugenommen müsste man Tai Chi Chuan sagen. Das bedeutet: "Kampfkunst gemäß dem äußersten Prinzip". |
| Manchmal sieht man auch Taijiquan | Die Schreibweisen Taiji/Taijiquan/Tai Ji Quan sind weniger verbreitet. Verschiedene Schreibweisen wird es weiterhin geben, denn sie beruhen auf dem Problem, Laute des Chinesischen mit deutschen Buchstaben wiederzugeben. |
| Gibt es eine klare Abgrenzung zwischen Tai Chi und Qigong? | Da ist sich die Fachwelt uneins - beide haben als gemeinsame Basis die Wichtigkeit von Bewusstsein, Atmung und Körperausrichtung. Anders als beim Tai Chi haben manche Qigong-Arten haben keinerlei äußere Bewegung (Stehen). Weiteres bei Tai Chi und Qigong. |
| Wird Tai Chi durch die geforderte Entspannung schlaff? | Keinesfalls! Man sagt, "Entspannung sei die Seele des Tai Chi", aber das chinesische Fachwort "Sung" meint eine kontrollierte, differenzierte "achtsam gedehnte" Entspannung, die gerade keine Schlaffheit bedeutet. Es geht um das Elastische einer gespannten Trommel. Schlaffes, unkorrektes Tai Chi, wie es leider häufig angeboten wird, bezeichnet man passend als "Tofu-Tai-Chi". |
| Was ist Qi? | Der Begriff Qi ist im Westen oft schwer nachvollziehbar und er driftet bisweilen ab in Bereiche wie Scharlatanerie, Aberglaube und Sektentum. "Lebenskraft" ist eine gute Formulierung. Mehr zu Qi: Qi |
| Gibt es unterschiedliche Arten von Tai Chi? | Ja, es gibt mehrere Haupt-Stile und zudem recht viele unterschiedliche Varianten des Tai Chi - für Anfänger daher verwirrend. |
| Wie lange braucht man, um Tai Chi zu erlernen? | Der Normalwert beim Tai chi Zentrum beträgt knapp zwei Jahre für das Erlernen der traditionellen Langform, wenn man einmal wöchentlich Unterricht nimmt. Danach machen aber viele noch weiter. Man befasst sich dann mit "Tai-Chi-Feinheiten". Übt man täglich z.B. mit den Lehrvideos / DVDs, so macht man naturgemäß größere Fortschritte. |
| Kann man Tai Chi oder Qigong aus Büchern erlernen? | Nein, wohl nicht. Mit professionellen Lehrvideos / DVDs ist das jedoch möglich, besonders, wenn man sich selbst gut einschätzen kann und gut hinschaut und gut hinhört. |
| Muß man die Lehrvideos / DVDs des Verbandes kaufen? | Nein, Sie werden kostenlos ausgeliehen. Es gibt zudem auch Qigong-Übungen vor dem PC mit Texten des Qigong-Lehrvideos ! |
| Wie soll man üben und wie oft? | Regelmäßig und beharrlich wie im Osten - wenngleich viele Schüler nur einmal die Woche im Unterricht üben! |
| Wird Tai Chi mit Musik ausgeführt? | In unserem Unterricht nicht. Auch wenn es der notwendigen Entpannung dienlich ist, ist die Ablenkung letztlich schädlich und widerspricht der geforderten meditativen Komponente (im Sinne von Stille-Übung) gemäß dem Ausspruch "Wir brauchen niemanden, der uns Krücken verkauft, sondern jemanden, der uns das Gehen lehrt!" |
| Es gibt das Yang-Stil-Tai-Chi. Gibt es auch den Yin-Stil? | Nein. Yang-Stil bezieht sich auf den Familiennamen der Familie Yang |
| Wieso lernten früher fast nur Männer Tai Chi | Ein Grund ist wohl die chinesische Tradition und die Herkunft des Tai Chi aus der Kampfkunst (Wushu): Man befürchtete, daß geheime Kampftechniken bei der Heirat der Töchter anderen Familien bekannt würden. |
| Warum ist "Lineage" wichtig, also die "Herkunft" meines Lehrers, sein Werdegang im Tai Chi? | Lehrer sollten sich ausreichend auskennen in den Varianten ihres Stiles. Dazu gehört, daß sie ihren Schülern offen legen, wo sie ihr Wissen her haben. Viele Schüler bevorzugen Lehrer, die direkt bei Meistern aus dem Ursprungsland China gelernt haben z. B. bei folgenden, die in Deutschland Seminare geleitet haben |
| Warum heißt eine Figur "Den Affen abwehren"? | Wie Forschungen zeigen, ist dies offenbar eine falsche Übersetzung - eigentlich bedeutet das Chinesische: "Rückwärtsschritte und mit den Armen wirbeln". |

Training des chinesischen Schattenboxens

Tai Chi:
Tai Chi (wörtlich: Höchstes Prinzip) hat eine tiefgreifende Verbindung von Körper und Geist zum Ziel. Es besteht aus harmonisch fließenden Ganzkörperbewegungen, die entspannt in Zeitlupe ausgeführt werden. Es sind keine Wiederholungen sondern verschiedene Bewegungen, die zu einer Folge zusammengesetzt sind. Früher waren es Kampfkunstbewegungen, also Abwehren und Angriffe. Statt äußerer Gegner befasst man sich heutzutage auf schonende, geduldige Weise mit inneren Unzulänglichkeiten, um sich körperlich, geistig und emotional weiterzuentwickeln. Zu den Übungen gehören:
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Die innere Kraft wecken
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Die Hände im Wolkenfluß
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Die Mähne des Wildpferds teilen
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Der Kranich breitet die Flügel aus
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Übers Knie streifen.
Die Taiji-Prinzipien
Die Ganzkörperbewegungen werden leicht und entspannt ausgeführt - nicht zu hart und nicht zu schlaff. Die geforderte Qualität (chines. „SUNG“) führt zu innerer Spannkraft und Lebendigkeit. Die normale Körpermuskulatur wird verfeinert - vergleichbar gutem Stahl, der aufwendig geschmiedet wurde. Die Übungen betonen statt Kraft mehr die Knochen, Sehnen und den Muskeltonus. Ziel ist ein maximal koordiniertes Zusammenspiel im ganzen Körper, das von einem klaren Bewusstsein geführt wird: Man tut was man denkt und denkt, was man gerade tut! Damit einher geht eine auffällige Verbesserung der Körperstruktur. Als Test für die Einhaltung der Prinzipien in Theorie und Praxis gilt das Push Hands
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